Untersuchung der Wupperfischfauna im
Rahmen der fischbiologischen Validierungsphase des prognosebasierten Temperaturmanagements

E-Befischung an der Wupper

Mit den Arten Bachforelle, Äsche und Koppe kommen in der Wupper natürlicherweise Fischarten vor, die strömungsliebend und wenig tolerant gegenüber erhöhten Wassertemperaturen sind. Diese natürliche Fischfauna hatte sich u. a. aufgrund der Einleitungen von aufgewärmtem Kühlwasser in die Wupper durch die Kraftwerke Barmen und Elberfeld zu einer an wärmere Gewässer angepassten Cypriniden-Gesellschaft entwickelt. Durch die Einführung von Temperaturgrenzwerten im Jahr 2005 sollte den o. g. Arten sowie auch der Wanderfischart Lachs wieder eine positive Entwicklung ermöglicht werden.

Eine in der Wupper gefange Äsche

Das vor nunmehr 13 Jahren eingeführte Managementsystem zur Einhaltung von Temperaturschwellenwerten sollte die Entwicklung von Salmoniden positiv beeinflussen. Nach der Implementierung des Managementsystems konnte durch jährlich stattfindende Erfolgskontrollen in der Wupper eine positive Entwicklung der Zielarten der Referenz „Äschentyp Mittelgebirge“ belegt werden.Sowohl zur Implementierung als auch zur Bewertung der weiteren Entwicklung der Wupperfischfauna wurden und werden jährlich zweimal (Frühjahr und Herbst) fischereiliche Untersuchungen durchgeführt.

Die Durchführung der Untersuchungen erfolgt jeweils vom Büro für Umweltplanung, Gewässermanagement und Fischerei. Auftraggeber ist die WSW Energie & Wasser AG.
Im Einzelnen ist es die Aufgabe des Büros für Umweltplanung, Gewässermanagement und Fischerei die Fischfauna mittels Elektrobefischung zu erfassen sowie die Entwicklung der Fischfauna, insbesondere der Arten Bachforelle, Äsche und Koppe, zu bewerten.