Untersuchung der Fischfauna nach der Umsetzung
von Renaturierungsmaßnahmen in der Soppe

Die renaturierte Soppe führt dauerhaft Wasser
Die Soppe fließt auf einer Strecke von ca. 270 m im Stadtgebiet Werdohl parallel zur Lenne und mündet schließlich in diese. Der größte Teil des Baches ist im Rahmen von städtebaulichen Maßnahmen verrohrt und kanalisiert worden und wurde unter anderem zur Stadtentwässerung verwendet.  Durch die geringe und zum Teil gänzlich fehlende Wasserführung sowie ein schwaches Längsgefälle hatten sich Sedimentablagerungen gebildet. Neben Geruchsbelästigungen durch die Ablagerungen kam es auch vor, dass Fische bei Austrocknen des Bachlaufs in Restwasserpfützen verblieben und dort verendeten.
Eine in der Soppe nachgewiesene Koppe
Im Zuge einer ökologischen Aufwertung im Jahr 2016 wurde ein Zuleitungskanal gelegt, welcher eine permanente Beaufschlagung der Soppe mit Wasser aus der Lenne ermöglich.
Des Weiteren wurde der Bach, u. a. durch Entschlammung und das Einbringen von Strukturelementen ökologisch aufgewertet.
Um zu untersuchen, ob und wie die Fische die Soppe als Lebensraum (u. a. als Jungfischhabitat) annehmen, wurde das Büro für Umweltplanung, Gewässermanagement und Fischerei von der Stadt Werdohl beauftragt, die Fischfauna mittels Elektrobefischung über einen längeren Zeitraum zu untersuchen.
Auch die „Neunuagen-Querder“ sind wieder in der Soppe zu finden
Nach den bisherigen Untersuchungen scheint sich das Gewässer zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum und Jungfischhabitat zu entwickeln. So konnte nach der Renaturierung nach kurzer Zeit die Koppe in der Soppe nachgewiesen werden. Auch ist die Soppe ein Lebensraum für die Larven des Bach/Flussneunauges, den so genannten Querdern geworden. 


Weitere Informationen:

Zeitungsartikel zum Monitoring an der Soppe