Hydroakustik

Das DIDSON vor dem Einbau

Das Fachgebiet der Hydroakustik beschäftigt sich mit der Schallübertragung im Wasser. Hierbei kommt es zum Einsatz technischer Gerätschaften, wie Echoloten oder Sonaren, welche eine Ortung und Darstellung von Objekten  unter Wasser mittels ausgesandter Schallimpulse ermöglichen. Das Dual-Frequency Identification Sonar (DIDSON) wurde ursprünglich für die Observation technischer Gerätschaften und Bauteile sowie für militärische Zwecke entwickelt. Das DIDSON arbeitet nach dem Prinzip der akustischen Linsen und ist in der Lage, Bewegungen in Form von Echosignalen aufzunehmen, die letztendlich in Videosignale konvertiert werden können.

Die Steuerung und Datenaufnahme erfolgt mittels PC

Der Einsatz von Echoloten und Sonaren  zur Untersuchung angewandter und wissenschaftlicher Fragestellungen gewinnt in der Binnenfischerei immer mehr an Bedeutung. Mit ihnen kann eine räumliche und zeitliche Erfassung von Fischverteilungen oder quantitative Bestimmung von Fischbeständen erfolgen, ohne die Fische zu stören. Für einige Bereiche stellen (nicht-invasive) hydroakustische Methoden häufig die einzige Möglichkeit zur zielgerichteten Beantwortung offener Fragen dar. Eine wichtige Anwendung findet sich bei der Untersuchung von  Fischbewegungen und Fischverhalten an und vor Wasserkraftanlagen.

Positionierung des DIDSON mittels Schute vor der Wasserkraftanlage

Je nach Ausführung arbeitet das Gerät  in einem Frequenzbereich von 0.7 bis 1.8 MHz. Die Reichweiten zur Datenerfassung sind frequenzabhängig und liegen zwischen maximal 15 - 30 (Standard DIDSON mit 1.1 bzw. 1.8 MHz) und 60 m (Long Range DIDSON mit 0.7 bzw. 1.2 MHz). Das untere Video zeigt die Beobachtung  eines Aals vor einer Wasserkraftanlage  mittels DIDSON. 


 

Projekte:

  • DIDSON-Untersuchungen am Hydro-Fischlift an der Argen in Wangen
    Projektbearbeitung: Hydro-Energie Roth GmbH, Karlsruhe und Büro für Umweltplanung, Gewässermanagement und Fischerei, Bielefeld

  • Untersuchungen zum Fischverhalten an der WKA Bremen-Hemelingen      

  • Untersuchungen zu den Möglichkeiten einer abwärtsgerichteten Durchgängigkeit unter Berücksichtigung des Stauraumes am Werrawerk