Elektrobefischungen

Elektrobefischung mittels Handgerät

Die Elektrofischerei ist eine weit verbreitete und schonende Methode zum Fang von Fischen und wird auch bei uns im Büro für die Erstellung von Gutachten, Bestandserhebungen und zur Beantwortung von Forschungsfragen genutzt. Der große Vorteil gegenüber anderen Erfassungsmethoden, wie beispielsweise Netzreusenfängen, besteht darin, dass die Tiere bei fachgerechter Anwendung nicht geschädigt werden.

Elektrobefischung mittels Boot

Das Prinzip der Elektrofischerei ist an sich einfach. Das System besteht aus einer Stromquelle mit einem Plus- und Minuspol (Anode und Kathode). Bei der Methode der Elektrobefischung wird im Wasser ein elektrisches Feld erzeugt. Wenn Fische in das Feld geraten, kommt es zum s. g. anodischen Effekt, d. h. die Tiere greifen über den Körper die Feldlinien ab, wodurch Muskel-kontraktionen, also Schwimmbewegungen, induziert werden, die auf die Fangeinrichtung gerichtet sind. Im näheren Umfeld des Keschers ist das Feld so stark, dass einige Fische in eine kurzzeitige Elektronarkose fallen. Bei dieser Methode werden die Tiere nicht geschädigt. Zum Einsatz kommen tragbare Geräte oder stationäre Befischungsgeräte in einem Arbeitsboot.


Projekte:

  • Untersuchung der Wupperfischfauna im Rahmen der fischbiologischen Validierungsphase des prognosebasierten Temperaturmanagements
  • Monitoring zur naturnahen Umgestaltung und Entwicklung der Soppe
  • Äschenreferenzmonitoring Wupper u. Lippe